ProgrammInhalt

Wuhu, wir sind voller Vorfreude

Workshops:

Das zurzeit nicht nur in Deutschland zu beobachtende Erstarken von extrem rechten und rechtsaußen-Positionen beschert vor allem auch antifeministischen Positionen ein Comeback. Gleichzeitig gehört eine dezidiert feministische Haltung, die über das typische Antisexismus-Statement hinausgeht noch immer nicht zur Grundausstattung vieler linker und linksradikaler Gruppen. Darum wollen wir in unserem Vortrag die Notwendigkeiten, historischen Bezüge, Arbeitsfelder und Ideen von feministischer Antifa-Politik beleuchten. Außerdem wollen wir – die f_antifa brandenburg – euch einen Einblick in unsere praktische Arbeit geben, die sich vor allem auf Räume abseits der Großstadt fokussiert.

Dieser Workshop soll die Möglichkeit bieten, sich über queere Themen schlau zu machen, um sich in späteren Workshops und generell im Alltag besser über diese Themen verständigen zu können. Der Workshop ist interaktiv gestalten und hat Platz für eigene Fragen oder Erfahrungsberichte über die dann diskutiert werden kann. Thematisch wird über Sexualität, geschlechtliche Selbstidentifikation und weitere Themen informiert.

Samstag abend, die Antifa-Soliparty mit Trashmusik steigt in deinem Lieblingsclub. Du kriegst neben deinem Stempel am Einlass einen Zettel in die Hand gedrückt, aber du bist ja nicht zum lesen sondern zum tanzen her gekommen. Neben dem Info- und Cocktailstand sitzen zwei Menschen auf dem Sofa unter einem Regenschirm, auf dem „Awareness“ steht. Mh, neue Gruppe oder Band? (…) Was ist eigentlich Awareness? Warum ist das wichtig? Wie gehen wir auf Parties/bei Aktionen/Camps mit grenzüberschreitendem Verhalten um? Was muss ich dabei bedenken? Und was bedeutet es, auch gemeinsam Verantwortung für Räume zu übernehmen? Diesen Fragen möchten wir in dem Einführungsworkshop mit euch gemeinsam nachgehen. Der Workshop richtet sich an Menschen, die gerne mehr zu dem Thema wissen möchten oder auch schon Erfahrung damit haben. Er geht 2 Stunden und wird in deutscher Lautsprache durchgeführt. Durchgeführt von der Emanzipativen und Antifaschistischen Gruppe Berlin [EAG]

Wenn wir uns mit Frauen im jüdischen Widerstand während des Nationalsozialismus beschäftigen, nähern wir uns einem Thema, das auf unterschiedlichen Ebenen lange Zeit wenig beleuchtet wurde. Zum einen wurden Jüdinnen und Juden ausschließlich in einer Opferrolle dargestellt, weniger als handlungsfähige, widerständige Subjekte. Zum anderen wurde der Beitrag, den Frauen in unterschiedlichen Widerstandsgruppen leisteten, wenig bis gar nicht erwähnt. In diesem Workshop werden wir uns anhand von konkreten Persönlichkeiten mit jüdischen Frauen im bewaffneten Widerstand gegen den Nationalsozialismus beschäftigen. Der geografische Fokus liegt auf Osteuropa, insbesondere Polen. Wenn du Materialien zu weiblichem jüdischem Widerstand gegen den Nationalsozialismus in anderen Erdteilen hast, würde ich mich sehr freuen, wenn du diese mitbringst oder auch vorher schon per Mail an mich schickst: speedysparta@riseup.net

Die Performance zu Körpernormen in der NS-Zeit wird mit einem Kurzvortrag vorab kontextualisiert. Danach kann es gern eine Diskussion geben. Die Performance erinnert an das queere Paar Claude Cahun und Marcel Moore, die als Künstlerinnen und Aktivistinnen in den 1920er/30er jahren erfolgreich gegen Nazis Widerstand leisteten.

/Killjoy/ wurde ursprünglich von Oxana Chi im Auftrag von Prof.Dr. Lann Hornscheidt (HU Gender Studies) konzipiert. Neulich gezeicht an der New York University Jack Crystal Theater, im Ballhaus Naunyn, an der Europa-Uni und an der HU beim Workshop-Day „/Das Recht/, /Rechte zu haben“/ auf Einladung der TU (ZIFG).

Weitere Infos: http://oxanachi.de/productions/kill-joy.html

Weil wir nunmal im Kapitalismus leben, und der nämlich ALLE betrifft, müssen wir den abschaffen. Dafür brauchen wir eine solide Analyse davon, welche besondere Form Unterdrückungsverhältnisse im Kapitalisismus annehmen. Hier auf dem f_antifa Kongress schauen wir uns deshalb an, wie Partriarchat und Kapitalismus zusammenwirken. z.B. werden ReproduktionsAufgaben oft schlecht oder gar nicht bezahlt und überproportianal häufig von FLTIs übernommen. Der Großteil des globalen Proletariats ist weiblich. Aber nicht mehr lange…. höhöhö. (WITZ. Wir hassen Neoliberalismus.)

Sexism sells? Werbung ist oft sexistisch. Und auch wenn ein Verbot von sexistischer Werbung schon breit diskutiert wurde, ist da bisher nichts bei rausgekommen. Eine Möglichkeit in diesem Bereich für Druck von der Straße zu sorgen ist Adbusting. Dabei geht’s darum, Werbung im öffentlichen Raum so zu verändern, dass sie dadurch zu einem Spiegel der Geisteshaltungen in einer Gesellschaft wird und sexistische Einstellungen dahinter plakativ sichtbar werden. Weil das als Sachbeschädigung strafbar ist, sollte man sich dabei besser nicht erwischen lassen. Deshalb wollen wir uns ansehen, wie Billboard-Befreier*innen bei ihrem Tun vorgehen. Ein besonderes Augenmerk wollen wir auf das Öffnen von Werbe-Kästen, wie sie im Nahverkehr vorkommen, legen. Natürlich alles nur rein theoretisch. Und auf gar keinen Fall praktisch. Als akademische postmoderne Linke reden wir nämlich immer nur ganz radikal und scheuen Praxis. Außerdem würde ein Aufruf zu Straftaten ja unsere bildungsbürgerlichen Karrieren gefährden. Deshalb bleibt hier na klar alles ganz unpraktisch-theoretisch.

Diskussionsveranstaltung mit Kiralina zu aktuellen Gesetzesänderungen (zB. §113 Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte), dem neuen Strafvollzugsgesetz für Berlin und Frauen im Knast, hier und anderswo. Die Gruppe Kiralina existiert seit 21 Jahren. In all den Jahren haben wir an Frauen in den Berliner Gefängnissen Pakete geschickt ohne nach den Gründen ihrer Inhaftierung und ihrer Bedürftigkeit zu fragen. Uns war es immer wichtig nicht zwischen sozialen und politischen Gefangenen zu unterscheiden.

BraverSpace für Menschen die sich als jüdisch identifizieren und/oder mit jüdischen Elternteilen/Familien aufgewachsen sind. Es soll grob um die Frage von verinnerlichter Unterdrückung/Antisemitismus und Yiddishkeit (oder wie immer du das in deinem jüdisch sein nennst), jüdischer Kultur/Glaub /Geschichte und uns als Individuuen in politischer Arbeit rund um Feminismus und Antifa gehen. Mögliche Themen: Outen wir uns? Verstecken wir uns? Wie ändert unseren Bezug zum jüdisch sein unsere politische Arbeit und umgekehrt? Wie erleben wir das Trauma der Shoa und anderen antisemitischen Erlebnissen in uns und unserer politischen Arbeit? Wo sind die Verbindungen zu anderen Unterdrückungen und Privilegien (Hautfarbe, körperliche Möglichkeiten, Genderidentität und vielem mehr). Der Raum wird nicht offen sein für Menschen, die keine eigene jüdische Geschichte haben und möchte eine Art Safer/Braver Space mit Reflexionsmöglichkeiten aus vielfältig jüdischen Perspektiven werden. Hier am Kongress und in unserem Leben, aus UNSERER Perspektive.

Recherche gegen Rechts: Tipps und Tricks für Antifas Recherche für die antifaschistische Arbeit umfasst mehr als die Untersuchung des extremen rechten Spektrums. Wenn eine politische Gruppe ihre Entscheidung nicht alleine auf einer Gefühlsbasis treffen will, muss sie sich auf die Suche nach Fakten begeben, sie muss Recherche betreiben. Fakten sind wichtig, um die Realität genau beschreiben zu können. Die Realität muss erfasst und analysiert werden, um auf Grundlage von Fakten in der Lage zu sein, politische Schlussfolgerungen für die eigenen Aktivitäten zu ziehen. Der Workshop will Möglichkeiten und Grenzen von Recherche aufzeigen und anhand von Beispielen in die praktische Arbeit einführen.

Wenn wir unterwegs sind, in der Öffentlichkeit und auf Parties, am Tag oder nachts, alleine oder in einer Gruppe, sind wir immer wieder von sexistischer Anmache betroffen, die unsere Begleitpersonen mitunter nichtmal mitbekommen. Oft gehen wir geschwächt und frustriert aus diesen Situationen heraus. Wir möchten zusammen mit euch – ohne zu hierarchisieren oder zu werten – individuelle Ziele in solchen Situationen abstecken und Handlungsstrategien dagegen entwickeln.

Zusammen wollen unsere derzeitigen (politischen) Strukturen reflektieren und diskutieren, wie wir die refugee/antirassistische Bewegung durch Zusammenarbeiten stärken können. Denn was ist antifa ohne antira (und andersherum)? „Women in Exile“ ist eine Initiative von Flüchtlingsfrauen, die diese 2002 in Brandenburg gegründet haben, um für ihre Rechte als Flüchtlinge und als Frauen* zu kämpfen. Seit 2011 arbeiten geflüchtete Frauen* und Frauen* ohne Fluchterfahrung zusammen als „Women in Exile and Friends“.

Dieser Anti-rassismus/Anti-faschismus Workshop verflechtet die historischen Kontexte von Rassismus mit Faschismus und legt offen, wie diese zwei Systeme der Unterdrückung Hand in Hand gearbeitet haben, um systematische Unterdrückung nicht-weißer Menschen zu fördern und zu erhalten. Durch diesen Workshop, welcher speziell für weiße und als weiß identifizierte Leute designed wurde, werden wir die vielen Wiederholungen dieser Mittel ansprechen und Wege, Rassismus sozial, politisch und zwischenmenschlich zu bekämpfen, bieten und brainstormen. Dieser Workshop erfordert das aktive Entpacken von unbewussten und bewussten Wegen, wie Teilnehmer Rassismus aufrechterhalten haben. Durch dieses Entpacken können wir aktiv diese Unterdrückungssysteme objektiv dekonstruieren und abbauen, was zu einem besseren Bündnis und einem effektiveren anti-rassistischen/anti-faschistischen Verhalten/Mobilisierung führen wird. Bitte nicht allzu viel mehr als 15 Teilnehmer*innen.
– Workshop auf Englisch

in diesem workshop wollen wir uns mit dem thema männlich*keiten beschäftigen. was ist eigentlich männlich*keit? wie kann ich kritisch mit (meinen) männlich*keiten umgehen? wie und wann nutze/performe ich sie? wo schränken mich (meine) männlich*keiten ein? der workshop findet in deutscher lautsprache (mit flüsterübersetzung auf englisch) statt und ist offen für alle geschlechter. veranstaltet von queer_topia* (queertopia.blogsport.de). mitzubringen: stift, zettel dauer: 5 stunden

Das Hauptthema des Workshops wird Street Harassment als eine spezielle Form der sexualisierten Gewalt in einer sexistischen Gesellschaft sein. Obwohl es unabdingbar ist, einen genaueren Blick auf die Verknüpfung von strukturellen Formen der Unterdrückung und sozialen Verhältnisse und Rahmenbedingungen zu werfen, wird das queer-feministische Kollektiv kl.aus euch Mittel und Wege zeigen um sich zur Wehr zu setzen und Streetart benutzen um Self-Empowerment und die Veränderung der öffentlichen Sphäre voranzutreiben. Dieser Workshop ist ausschließlich für Frauen*, Inter*-, Non-Binary*- und Trans*Personen. !5-20 Teilis.

In diesem Workshop werden Techniken und Methoden zur Verteidigung in Alltagssituationen gezeigt und geübt. Die Techniken sind darauf ausgelegt einfach anwendbar und ohne körperliche Überlegenheit anwendbar zu sein, mit dem Ziel einen Kampf möglichst schnell zu beenden. Der Kurs ist für AnfängerInnen gedacht, kann aber auch von fortgeschrittenen Personen besucht werden. Bringt bitte eine lange bequeme (Sport-)hose sowie ein extra T-Shirt zum vollschwitzen mit.

Vortrag mit anschliessender Diskussion zu Geschichten und Realitäten des jüdisch Seins. Als Anstoss, differenzierter über jüdische Menschen und ihre Gegenwart und Geschichte zu denken. Es geht darum, andere Perspektiven jüdischer Geschichte, Kultur und Lebens kennenlernen, ausserhalb von Shoa und israelischer Staatspolitik: Trans* in der Thora/Talmud, jüdische POC und Mizrachim, jüdische Staatskritik von Chassidismus bis Anarchismus, feministische jüdische Ideen und Geschichten, Jüd_innen nicht als wehrlose Menschen, die schutzbedürftig sind sondern als Kämpfer_innen oder Revolutionär_innen oder Boxer_innen. Ein grosses Potpourri! Der Workshop hat eine anti-zionistische jüdische Perspektive und wird nicht der Raum für nicht-jüdische Anti-Deutsche sein, ihre thematischen Akzente zu setzen. Er wird auch kein Raum sein für nicht-jüdische Menschen, auf jüdische Staatskritik mit anti-israelischen Ressentiments aufzusatteln, um ihre antisemitische Ideologie zu rechtfertigen und zu propagieren. Es geht darum jüdische und somit unterdrückte Perspektiven wahrzunehmen. Es bleibt kompliziert.

Die Grunddefinition von „appropriation“ (etwa „Vereinnahmung“) die Annahme kultureller Komponenten einer anderen Kultur. Maisha Z. Johnson geht der Sache tiefer zugrunde: Appropriation liegt einer spezifischen Machtdynamik, in dem Mitglieder einer dominanten Kultur Elemente der Kultur von Menschen annehmen, die von dieser dominanten Gruppe systematisch unterdrückt wurden. Zugang, Privilegien und Nutzen sind einige Kernfragen in einer Situation der „cultural appropriation“. Dieser Workshop lädt zu einer Analyse der Konsequenzen aus einer panafrikanischen Frauenperspektive für die Fantifa und damit verbundenen Solidaritätsbewegungen.

Wann bist du das letzte Mal auf einem Geländer balanciert? Über eine Mauer geklettert? Auf dem Boden rumgekrabbelt? Einfach so, weil du gerade Lust drauf hattest? Parkour eröffnet einen neuen Blick auf die urbane Umgebung – jeder Fahrradständer, jede Bank, jede Bordsteinkante ist Teil eines gigantischen und allgegenwärtigen Spielplatzes. Ich möchte mit euch gemeinsam die Umgebung des freiLands erkunden und entdecken. Dabei lernt ihr euren Körper, eure Ängste und Fähigkeiten besser kennen und überwindet neben den physischen Hindernissen vielleicht sogar ein paar gesellschaftliche Erwartungshaltungen. Jede*r ist willkommen, lasst euch nicht abschrecken!

„Collective Healing from Racial Oppression“ ist ein Safe Space für als schwarz und braun identifizierte People Of Colour (POC), um ihre internalisierten Systeme von Unterdrückung (Stichwort: Rassismus) zu dekomprimieren. Wir werden uns mit negativen Auswirkungen von internalisiertem Rassismus in unserer Community, der Nähe zum Weißsein, „Respectability Politics“ (Politik der Ehrbarkeit) und der mentalen Belastung, ungewürdigte emotionale Arbeit zu leisten beschäftigen. Wir werden außerdem die Bantu Cosmology Prinzipien von Kultur und Moral diskutieren. Dieser Raum wird praktische Lösungen bieten, um mit Rassismus umzugehen. Vor allem aber wird dies ein Raum sein, um über unsere täglichen Kämpfe mit Rassismus, Identitätsüberlebensstrategien zum besiegen von Rassismus in unsicheren Umgebungen und zwischenmenschliche Beziehungen zu sprechen. Letztendlich werden wir effektive Wege finden, unsere Humanität und Bestätigung in unseren Körpern, Gedanken, Verhaltensweisen und Anstrengungen zu bekräftigen.

„Input zur Geschichte von Romnja und Sintizze in Europa“ von So keres?

Plena und Treffen hinterlassen oft kein gutes Gefühl; es wird ewig geredet, oft geht ́s im Kreis und häufig ist unklar, wie es zu Entscheidungen gekommen ist. In unserer Erfahrung kann es oft helfen, wenn Treffen moderiert sind, also ein*e Person (oder auch zwei) sich für den Prozess verantwortlich fühlen und die Gruppe sich auf die Inhalte, Entscheidungen usw. konzentrieren kann. Dafür möchten wir euch die Grundlagen anbieten. Worauf muss ich beim Moderieren achten? Was sollte ich tun? Was nicht? Welche Methoden ergeben in euren Kontexten Sinn? Ergänzend wollen wir mit euch in Austausch kommen, wie sich dominantem Redeverhalten mit diesen Werkzeugen begegnen lässt. Es soll weniger darum gehen, wie ich Macker*innen rhetorisch die Stirn bieten kann, sondern vielmehr, welche Methoden ich meiner Gruppe anbieten kann. Wie kann ich mit diesen Beteiligung aller stärken, Redeanteile fairer verteilen oder auch Räume öffnen, in denen unangenehmes Redeverhalten angesprochen werden kann, ohne dass sich meine Gruppe danach zerlegt.

In unserem Workshop wollen wir die (leider) alltägliche Heteronormativität und die Konzentration auf heterosexuelle Lebensweisen in der Gesellschaft näher beleuchten. Wir geben einen kurzen Abriss über aktuelle Konzepte und kritische Perspektiven auf das Leben in der Hetero-Matrix. Vor allem geht es uns aber darum, die eigenen Verstrickungen in zweigeschlechtliche Normvorstellungen gemeinsam mit euch durch Biographiearbeit und strukturierte Gesprächsangebote zu reflektieren. Eure individuellen Erfahrungen, die ihr in euren Lebenskontexten bereits gemacht habt, stehen dabei im Vordergrund. +++ open for all gender +++

Dir liegt Antifaschismus und_oder Feminismus sehr am Herzen und Du hast Lust, Dich selbst für diese Themen einzubringen. Angesichts des aktuellen politischen Klimas, in welchem viele Interventionen nötig sind, merkst Du, dass Du Dich gelegentlich überfordert fühlst und Dir in letzter Zeit mehr Ruhe und Auszeiten wünschst. Vielleicht möchtest Du auch einfach einen Weg finden, wie Du es gar nicht so weit kommen lässt und weiterhin Raum für Dich in Deinem Leben bleibt. Wir wollen über inneren und äußeren Leistungsdruck im aktivistischen Alltag sprechen, uns mit Normen rund um Effizienz und Produktivität beschäftigen. Zum einen wollen wir wieder stärker in Kontakt mit unseren eigenen Bedürfnissen kommen und voneinander lernen, mehr Ruhe und Zeit für uns zu finden. Zum anderen möchten wir uns gemeinsam die Frage stellen, welche Räume wir für Aktivismus schaffen wollen, in denen wir uns unterstützen und wohlwollend begegnen. Der Workshop wird in deutscher Lautsprache angeboten und dauert ca. 3h. 15 – 20 Teilis.

in diesem workshop werden wir uns spielerisch und praktisch dem thema konsens (sexual consent| Zustimmungsprinzip) nähren und uns mit den folgenden fragen beschäftigen: was ist eigentlich konsens? wie kann ich konsens herstellen? wie gebe ich raum für ehrliches fragen und antworten? wie traue ich mich zu fragen? was sind die positiven und negativen aspekte an konsens? der workshop ist geeignet für menschen, die noch gar nichts, oder schon viel über konsens wissen. der workshop findet in deutscher lautsprache (mit flüsterübersetzung auf englisch) statt und ist offen für alle geschlechter. veranstaltet von queer_topia* (queertopia.blogsport.de). mitzubringen: stift, zettel dauer: 5 stunden

Gerade im Osten Deutschlands, aber auch immer mehr anderen Ecken Europas, erreichen rechte Aufmärsche und Aktivitäten ein Ausmaß, gegen das nicht immer eine Mobilisierung leistbar ist. Während wir uns auf den Straßen abmühen, ziehen konservative Politiker_innen von CDU, SPD und DieLinke in ihrer Gesetzgebung noch rechts an manchem “besorgtem Bürger” vorbei. Oft kann dagegen kein effektiver Widerstand organisiert werden. Viele Aktivist*innen und Unterstützer*innen sind von Kämpfen um ein Mindestmaß an Menschenrechten überlastet. Die Formulierung emanzipatorischer Antworten auf aktuelle soziale Ängste in der Bevölkerung tritt dabei in den Hintergrund. Oder noch schlimmer: Strategien, um zu einer gerechteren Gesellschaft zu kommen, werden selbst in der radikalen Linken nicht mehr diskutiert und entwickelt. Ohne es zu wollen, verkommt die radikale Linke so zu einer Verteidigerin des nicht tragbaren Status quo – und verliert dabei trotzdem noch beständig an Boden. Im Vortrag werden zum einen Thesen zur aktuellen Dynamik von antifaschistischer Bewegung in Deutschland vorgestellt. Zum anderen wollen wir mögliche, konkrete Lösungsansätze andiskutieren.

Die Teilnehmenden setzen sich mit Kritik an der Zusammenarbeit mit reformistischen Organisationen, mit Homogenität von Antifa-Gruppen, grassierenden Klassismus, Kritik an Kleingruppen, Maskulinismus und Gewaltfetisch auseinander. Sie lernen Argumente anarchosyndikalistischer Programatik kennen und werden zur Diskussion über Klassenbewusstsein, aber auch über den blinden Fleck „Sexismus und Anti-feminismus innerhalb von Gewerkschaftsarbeit“ angestachelt. Schließlich werden sie informiert, was die FAU Dresden bereits leistet und was nicht.

 

Themen, die in anderen Formaten angeschnitten werden:

selbstverteidigung mit & ohne handicap (von dirk)

abhauen? kämpfen? was geht? was kann ich? zwei stunden grundwissen in selbstverteidigung machen dich nicht unbesiegbar, aber sind immerhin ein guter anfang. eine prise theorie, eine große portion praxis, ein paar blaue flecken, ne handvoll fiese tricks – und zwischendurch auch was zum lachen und austoben. der kurs ist begrenzt auf maximal 16 fighter_innen. und es ist ganz egal, ob du dabei im rolli sitzt oder nicht. die skills können wir alle teilen. =)

komm bitte in alltagsklamotten und mit dem, was du auch sonst bei dir trägst – dann wird es realistischer.

Antifeminismus von Rechts

Intersektionaler Feminismus

Kinder und Gesellschaft/Kinder in der radikalen Linken

Konkurrenz und Status in der linken Szene/ Lookismus in der Antifa

feministische Antirepressionsarbeit +

ABC steht für Anarchist Black Cross. Weltweit gibt es mehrere, dezentral und autonom organisierte Gruppen, die unter diesem Namen Anti-Repressions-Arbeit leisten. Unter anderem beschäftigen sich ABCs mit der alltags-praktischen Unterstützung von Gefangenen und polit-theoretischer Anti-Knast-Arbeit. ABCs sind unser Meinung nach eine wunderbare Ergänzung zu Rote Hilfe OrtsGruppen, weil sie zwar meistens über weniger Kohle verfügen, aber einen hohen Fokus auf emotionale/soziale AntiRepressionsStrategien und auf „Knäste zu Baulücken!!!“ haben. Einzelne Menschen hätten Spasz daran, so etwas potentiell in Potsdam hochzuziehen, und haben Lust, Mitstreiter*innen zu finden. =)

Leute vom ABC Jena werden am Anfang ne halbe Stunde Input geben:

– Geschichte und Struktur des internationalen ABC

– Warum ABC in Deutschland?

– Stand des ABC: Was machen die einzelnen Gruppen? (Rheinland, Dresden, Jena, Leipzig, Flensburg)

– Das Antiknastcamp (AKC) der ABC-Gruppen Ende Juli

– Perspektive: Aufbau des ABC als Antirep-Organisation in Deutschland

Danach Diskussion und freies fröhliches Brainstormen!

 

Side_Line

Das QueerFilmFest Rostock ist unkommerziell, unabhängig und findet jedes Jahr im Oktober im Peter-Weiss-Haus statt. Wir zeigen Spielfilme, Kurzfilme, Dokumentationen, Experimentalfilme und Musikvideos und setzen damit ein Zeichen gegen Diskriminierung von nicht-normativen Geschlechtsidentitäten, sexuellen oder romantischen Orientierungen oder Beziehungsformen. Wir reisen gern zu Gastspielen – wie hier in Potsdam – um überall,wo es uns ermöglicht wird, queere Kurz- und Langfilme auf die Leinwand zu bringen und uns mit Menschen vor Ort zu vernetzen. Euch erwartet Buntes, Lautes, Nachdenkliches, Vergangenes und Rebellisches. Wir freuen uns auf euch!

Wir sind die Kinder- und Jugendtheatergruppe So keres? Das ist Romanes* und bedeutet: Was machst du? So keres? ist ein Ort der Bewegung aus der Community. Entstanden ist ein Raum zum gegenseitigen Empowerment von jungen Rom_nja. Aus dem Bedürfnis heraus der alltäglichen Diskriminierung im eigenen Lebensumfeld entgegenzutreten hat sich im Januar 2014 die Gruppe zusammengefunden. Gemeinsam haben wir das Theaterspielen als die für uns geeignete Plattform gefunden, um uns Gehör zu verschaffen. Unser Anliegen ist es, selbstorganisiert unsere Geschichte und Kultur zu pflegen. Ausgangspunkt dabei sind immer unsere eigenen Erfahrungen, wir sind die Expertinnen. Uns ist wichtig, die Geschichte der Unterdrückung und Verfolgung durch eine Geschichte des Widerstands zu ergänzen. Diese findet sich aber nicht in den Geschichtsbüchern. Also ist es an uns, sie zu erzählen und fortzuführen. Seit Januar 2014 werden wir durch die Campus Bildung im im Quadrat gGmbH unterstützt.

Das Stück heißt „Duj Ile“ und stellt drei Biografien der wichtigsten Roma Aktivistinnen des letzten Jahrhunderts vor. Außerdem geht es um die doppelte Diskriminierung der Romnja, um die Unterdrückung der Romnja innerhalb der Community und auch um die erste Weltromakonferenz 1971, bei der eigentlich keine Frauen eingeladen waren.

Organisation einer Gedenkstättenfahrt ins FrauenMädchenKZ Ravensbrück

Warum Briefe in den Knast schreiben? Knast trennt Menschen von ihren Freund_innen und isoliert sie von der Welt. Durch Einsamkeit und abstumpfende Routine sollen Inhaftierte zurück auf den „rechten“ Weg gezwungen werden. Das Individum soll aufhören unbequem zu sein uns statt dessen alle Regeln, so sinnlos sie auch sein mögen, widerspruchslos zu befolgen. Briefe sind eine der wenigen Brücken zum Leben draußen. Sie zeigen dass Menschen nicht vergessen oder abgeschrieben wurden. Und sie drücken aus, dass der tägliche Kampf um jedes kleine bisschen Autonomie ( und/oder sogenannte Menschenrechte) hinter den Mauern nicht Privatsache ist, sondern uns alle angeht! UNTIL ALL ARE FREE; NONE IS FREE!

Feministischer Lesekreis Potsdam: Lesetreffen für alle am Sonntag, 11 – 13 Uhr Gelesen wird: Shulamit Volkov: Antisemistismus und Antifeminismus. Soziale Norm oder kultureller Code? Der feministische Lesekreis Potsdam existiert jetzt seit 2013, trifft sich alle zwei Wochen im FemArchiv, liest vor Ort und ist für alle gender Offen. Wir lesen lange und kurze Sachttexte, journalistische, essayistische und akademische Texte von Judith Butler und Silvia Federici bis Carolin Ehmke und Laury Penny. Auf dem Fantifa Kongress lesen wir einen Aufsatz der israelischen Historikerin Shulamit Volkov, in der sie den historischen Verbindungen zwischen Antifeminismus und Antisemitismus im deutschen Kaiserreich nachgeht.

Graffiti wird immer noch als eine typische Männerdomäne gesehn… doch immer mehr Frauen* eignen sich ihren Platz in der Szene an und zeigen das Graffiti ganz klar keine „Männersache“ ist! Projekte wie der Film „Girl Power“ oder das Buch „All City Queens“ zeigen das klar. Wir haben einpaar Wände zur Verfügung und Farbe da. Lasst uns zusammen ein paar Skizzen entwerfen und diese an die Wand bringen. Also kommt vorbei und lasst und zusammen Spaß haben, wir freuen uns auf euch!

Doku über Frauen von Rechts

 

Themen, die wir vergessen haben:

Uns ist die Thematik um antimuslimischen Rassismus unter den Tisch gerutscht. Diese Ignoranz tut uns leid. Danke für die Kritik/das Feedback/die Analyse von Aktivist*innen, die von antimuslimischen Rassismus betroffen sind/sich damit auseinandersetzen: Es gibt eine riesige bandbreite an spannenden und dringenden Sachen dazu:

Das Inkludieren von queer arab* / muslim feminism, Geschichten von

Migratismus ist das Machtverhältnis, das Migration und Migra_ntinnen als nicht dazugehörig zu Deutschland/Westeuropa auf einer ideellen, rechtlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Ebene herstellt bzw. sie als negativ anders herstellt. Migratisierung ist auch eine zentrale Umsetzung von Rassismus in der Gesellschaft. D.h. weiße Personen können auch migratisiert sein, sind aber damit nicht rassistisch diskriminiert. Weiße Rumäninnen können migratisiert sein in Deutschland, wohingegen weiße Schwedinnen in Deutschland nicht migratisiert sind, sondern einfach nur weiß privilegiert
Menschen in diesem Kontext – und all das nicht zuletzt und insbesondere wegen der aktuellen (Welt)-politischen Entwicklung: Sei es das Wahlprogramm der AfD und anderen Parteien europaweit, Pegidas Hetze gegen die angebliche „Islamisierung“, Trumps „muslim ban“, das Burka Verbot, die Diskussion um den Hijab, die rassisischte und anti-feministische Ausschlachtung der Kölner SylvesterNacht, die Auseinandersetzungen in und ums Conne Island und vielen anderen linken Clubs…

Das Ausgrenzen von „muslimisch“gelabelten oder positionierten Feminist*innen/Antifaschist*innen in linken Räumen und aus dem F_antifaschistischen Diskurs haben wir durch unsere Vergesslichkeit in unserem Programm fortgesetzt. Dieses Silencing/“Stumm machen“ von F_antifaschisti*innen, die von anti-muslimischem Rassismus betroffen sind, ist blöd von uns. Wir werden versuchen, das bei zukünftigen Projekten besser zu machen.

 

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